Genderwahnsinn

„Ich sehe was, was du nicht siehst... Gender“ von Dr. Lisa Mense

1. Welche neuen Gedanken hat die Veranstaltung aufgezeigt?
Durch das klassische Denken über Geschlechter, wie zum Beispiel lange Haare und Kleider tragen bei Frauen, lässt bei einem Bild mit zwei sitzenden Kindern, die Kleider tragen und lange Haare haben, darauf schließen, dass es Mädchen vielleicht sogar Geschwister sind. Es stellt sich allerdings heraus, dass es sich um Jungen des adeligen Geschlechts, die Brüder sind, handelt.

2. Was hat Sie überrascht?
Überraschend war, dass mehreren Menschen Klischees über Männlichkeit eingefallen sind, wie zum Beispiel Fußball spielen oder Interesse an Autos. Außerdem war es erstaunlich, dass es eine Sternchenschreibweise gibt, um nicht nur Weiblichkeit und Männlichkeit auszudrücken, sondern für den Rest auch noch eine Möglichkeit offen bleibt. Es hat mich auch gewundert, dass Berufe, die hauptsächlich von Frauen ausgeübt werden, abwertend gesehen werden und schlechter bezahlt sind, als Männerberufe.

3. Wissen Sie nun etwas, dass Sie zuvor nicht wussten?
Es gibt verschiedene Bilder über Geschlechter. Früher haben auch Männer lange Haare und Kleider getragen, heutzutage ist es schon etwas komisch, wenn ein Mann einen Kilt trägt. Außerdem gibt es eine Trennung zwischen Sex und Gender. Sex steht dabei nur für das biologische Geschlecht, Gender ist die kulturelle und soziale Ansicht des Geschlechts.


Gleichbehandlung durch Recht geht das? von Prof. Dr. Johannes Falterbaum

1. Welche neuen Gedanken hat die Veranstaltung aufgezeigt?
Bei der Wahl eines Bäckers, kann zum einen eine sympathische Verkäuferin Ausschlag geben, oder aber der befreundete Inhaber. Hier kann man frei entscheiden, obwohl dies auch einen Mangel an Gleichbehandlung aufweist. Viele Arbeitgeber, die eigentlich ein bestimmtes Geschlecht bevorzugen würden, zum Beispiel in Jugendgruppen für Jungen einen männlichen Angestellten wollen, schreiben trotzdem geschlechtsneutrale Stellen aus, wegen der Angst vor dem Gesetz.

2. Was hat Sie überrascht?
Man kann Frauengruppen bilden, bei denen Männer ausgeschlossen sind und umgekehrt. Außerdem wurde das Gesetz so geändert, dass der Staat verpflichtet ist die Gleichberechtigung zu fördern. Ein Hinterher-pfeifen, anzügliche Blicke und eine Annäherung auf ca. eine Armlänge gelten schon als sexuelle Belästigung, sofern sie nicht einvernehmlich sind. Vermieter die weniger als 50 Wohnungen anbieten dürfen geschlechtsspezifisch auswählen, wenn sie das möchten.

3. Wissen Sie nun etwas, dass Sie zuvor nicht wussten?
Ab Januar 2018 darf ein Mitarbeiter/in beim Arbeitgeber durch das Lohntransparenzgesetz erfragen, was das andere Geschlecht bei einer gleichen Position verdient. Allerdings darf hier der Arbeitgeber entscheiden welche Position gleichgestellt ist.


Wer übernimmt die Sorgearbeit? Möglichkeiten einer solidarischen Gestaltung von Gabriele Winker TU Hamburg

1. Welche neuen Gedanken hat die Veranstaltung aufgezeigt?
Es werden sowohl intellektuelle, körperliche und emotionale Fähigkeiten für die Sorgearbeit bei zum Beispiel zwischenmenschlichen Beziehungen benötigt. Das Ernährermodell wurde zu teuer, auch deswegen würde es abgeschafft nicht nur wegen der Frauenbewegung. 

2. Was hat Sie überrascht?
Bei Frauen ist die Sorgearbeit im unentgeltlichen Bereich fast doppelt so hoch wie im entgeltlichen, wohingegen bei den Männern sich die Waage hält. Dabei fällt die meiste Zeit auf die Sorge um die Kinder zurück. Es wird eigentlich nur in Care-Berufen an Geld gespart und zum Beispiel nicht in innovativen Bereichen der Technik. Der Großteil der Familien arbeitet Vollzeit weiter, wenn sie Kinder haben.

3. Wissen Sie nun etwas, dass Sie zuvor nicht wussten?
Eigentlich sind wir alle Sorgearbeiter und schon die Hausarbeit zählt zur Care-Arbeit. Mittlerweile wird das Wort sowohl für entgeltliche als auch unentgeltliche Tätigkeiten verwendet. Durch die Frauenbewegung fiel die Sorgearbeit der Frauen weg, wodurch eine Erschöpfung entstand. Vor allem wenn auch noch eine Mehrbelastung wegen hohen familiären Sorgeverpflichtungen besteht, wird die Belastung hoch. Dadurch steigt die Zahl der psychisch Erkrankten immer mehr an.

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